Leseprobe    
 

Am Rande der Stadt

Drei Tage zu Fuß um Berlin 

Abschrift des im Berliner Tageblatt veröffentlichten Textes unter Hinzufügung gekürzter Stellen aus dem Originalmanuskript:
von Armin T. Wegner
Berliner Tageblatt Nr. 592, 42. Jg. 21.11.1913 Abendausgabe S.1-2 Die Schlachtlinie am Grunewald

In der Herbstfrühe kam ich von Wannsee. Von den Wassern kroch Nebel, wuchs, breitete sich, wölbte sich und schlug zu Boden. Stadtbahnzüge flitzten an mir vorüber, schnaubend wie junge Hunde. Aus ihren Nüstern flog weißer Dampf, quoll empor ...

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  Leseprobe 1    
                     

 Ich gehe durch Jerusalem
     

 

 

Ich gehe durch die Stadt, Jerusalem zu suchen. Wir alle tragen es in uns, Juden,  Christen, Mohammedaner, wie wir es einmal in der Kindheit erträumten  -  das Jerusalem unseres Herzens.

 

Automobile rattern neben mir, Stimmen schreien.  Araber, Jemeniten, Griechen, Armenier, Juden drängen ...

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  Leseprobe 2    
  Bildnis einer Stimme

Kann man sehen, was man sagt? Gewiss vermag das, wer an die Wahrheit seiner Worte glaubt. Was voller Demut vor der Ewigkeit an die Ohren ...

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  Leseprobe 3    
 

Brief an Hitler

 

 

 

Berlin, Ostermontag
11. April 1933

Herr Reichskanzler!

In Ihrer Bekanntgabe vom neunundzwanzigsten März des Jahres hat die Staatsregierung die Acht über die Geschäftshäuser aller jüdischen Mitbürger verhängt. Beleidigende Inschriften: »Betrüger! Nicht kaufen! Den Juden den Tod!«, gemalte Wegweiser: »Nach Jerusalem!« leuchteten an den Spiegelscheiben ...

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  Leseprobe 4    
  Die Gurgel der Welt

[…]Baku heißt in der Sprache Persiens „der Windstoß".

Ewig lebt er in ihr, der Nordwind, im Sommer glühend von den heißen Steppen, im Winter eisig von dem Schnee der Gebirge, geschwängert mit dem Speichel des Öls, der von seinen kalten Lippen auf die Kleider und Gesichter der Menschen tropft. [… ] Ich gehe durch „Tschorny Gorod", die seltsame finstere Stadt der Schwarzen Türme, die sich rings um Baku erhebt. […]

 

Gleich riesigen schmutzigen Pfützen liegen die Ölfelder da. […] Türme reihen sich an Türme, Pumpen an Pumpen, mit der unermüdlichen Arbeit des Schluckens beschäftigt ...

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  Leseprobe 5    
  Der Riese Landschaft

Der Riese Landschaft bin ich, bunt gefleckt

Im Wiesenschurze, grau den Bart der Wälder;

Durch Meer und Ebnen atmend hingestreckt,

Dehnt nackt mein Leib die braune Haut der Felder.

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  Leseprobe 6    
  Gedichte

Verschiedene Gedichte                      

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