In unseren Rundbriefen finden Sie Informationen zu vergangenen und zukünftigen Aktivitäten der Gesellschaft.
Vorstandssitzung / Mitgliederversammlung & Vortrag
Samstag, 11. November 2023, ab 9 Uhr
in der Stadtbibliothek Wuppertal
Kolpingstr. 8, 42103 Wuppertal
Die Armin T. Wegner Gesellschaft pflegt seit ihrer Gründung eine tiefe und gegenseitige Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Wuppertal. Wir kooperieren eng zum Werk Armin T. Wegners, zu dessen Erforschung und zu Neuerscheinungen und bieten in Absprache mit der Bibliothek immer wieder Führungen im dortigen Armin T. Wegner Zimmer an.
Wir danken der Stadtbibliothek, dass wir in ihrem Haus Vorträge, Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlung durchführen können.
So laden wir auch in diesem Herbst, am Samstag, den 11. November 2023, herzlich in die Stadtbibliothek Wuppertal ein.
9 Uhr
Vorstandssitzung unserer Gesellschaft im Armin T. Wegner Zimmer
(Die Sitzung ist nicht öffentlich, Mitglieder der Gesellschaft – außerhalb des Vorstandes und der Beisitzer – können auf Antrag zugelassen werden.)
12 Uhr
Mitgliederversammlung im Armin T. Wegner Zimmer
(Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich, Interessierte können auf Antrag zu einzelnen Tagesordnungspunkten zugelassen werden.)
14.30 Uhr
Vortrag „Pazifismus – aber welcher?“ im großen Lesesaal
Eine – heute hochaktuelle – Kontroverse, die schon Armin T. Wegner und Kurt Hiller austrugen. Der Vortrag geht aus vom soeben erschienenen Briefwechsel beider Autoren, herausgeben von Reinhold Lütgemeier-Davin und Rolf von Bockel, hervor.
Mit anschließendem Publikumsgespräch auch zu gegenwärtigen Fragen um Krieg und Frieden.
Referent: Dr. Reinhold Lütgemeier-Davin (Kassel)
Moderation: Ulrich Klan
Der Referent ist Literaturwissenschaftler, Mitglied der Armin T. Wegner- und der Kurt-Hiller-Gesellschaft und Mitherausgeber bedeutender Forschungsarbeiten wie „Kurt Hiller – Briefe“ (Neumünster 2023), „Helene Stöcker –Lebenserinnerungen“ (Köln – Weimar– Wien 2015) oder „Frieden und Friedensbewegungen in Deutschland“ (Essen 2010).
Eintritt frei. Über Spenden – zur Unterstützung unserer Arbeit – freuen wir uns.
Armin T. Wegner Tage 2023 am 6. und 8. Oktober in Berlin
Freitag, 6. Oktober 2023, 19 Uhr
im Anti-Kriegs-Museum
Brüsseler Str. 21, 13353 Berlin
„Kann man das ändern?“ – Helene Stöcker
Spuren einer außergewöhnlichen Frau und Kriegsgegnerin
Solotheater von und mit der Schauspielerin und Regisseurin Beate Rüter
Dr. Helene Stöcker (geb. 1869 in Elberfeld – gest. 1943 im Exil in New York) lebte bis zur NS-Diktatur in Berlin. Sie war eine weltweit vernetzte Drehpunktpersönlichkeit und Mitbegründerin der War Resisters International (= Internationale der Kriegsdienstgegner*innen). Die bedeutende Frauenrechtlerin, Sexualreformerin, Schriftstellerin und Philosophin wurde bis 1933 im In- und Ausland gefeiert und im Exil nahezu vergessen. In ihrem erfolgreichen Soloabend bringt uns Beate Rüter eine Frau nahe, deren Ideen aktueller und nötiger denn je sind. (Flyer)
Eintritt frei. Spenden für das Anti-Kriegs-Museum sind erwünscht.
Veranstalter:
Internationale Armin . Wegner Gesellschaft e.V.
Anti-Kriegs-Museum
Sonntag, 8. Oktober 2023, 11 Uhr
im Dokumentationszentrum Flucht-Vertreibung-Versöhnung
Stresemannstr. 90, 10963 Berlin

„Willkommen!“ – „Ahilan Wasahlan!“
Musikalische Lesung aus dem Roman „Die Unwillkommenen“ von Marina Jenkner
Lesung: Marina Jenkner
Moderation: Ulrich Klan, Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
Musik: Firas Aldani (Oud, Gesang) und Ulrich Klan (Violine, Klavier, Gesang, Komposition)
Die Schriftstellerin Marina Jenkner lebt in Wuppertal. Ihr Roman „Die Unwillkommenen“ erschien 2019 in Frankfurt und ist aktueller denn je. In dieser wahren Geschichte verbindet die Autorin gelebte Solidarität mit einer geflüchteten Familie aus Syrien und Fluchterfahrungen ihrer eigenen Großeltern, die aus Ostpreußen vertrieben wurden.
Dazu erklingen Musik und Lieder aus Syrien und aus dem ehemaligen Ostpreußen sowie Lieder deutscher Exildichter*innen wie Lola Landau und Armin T. Wegner. (Flyer)
Eintritt frei. Wichtiger Hinweis: Es ist notwendig, über die Webseite des Dokumentationszentrums FVV ein Ticket zu buchen. Hier
Oder folgen Sie der Veranstaltung im Livestream über den YouTube Kanal des Dokumentationszentrums. Hier
Wir tragen von fremden Ländern die Spuren,
ins Antlitz geschnitten mit schmerzhaften Schnitt.
Vertrieben von zärtlich geliebten Fluren,
schleppen wir auf dem Rücken verlassene Länder mit.
(Auszug aus dem Gedicht „Einwanderer“ von Lola Landau)
Veranstalter:
Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
Dokumentationszentrum Flucht – Vertreibung – Versöhnung
Auf der Straße heißen wir anders
Montag, 24. April 2023, 19 Uhr
Friedrich-Ebert-Straße / Ecke Laurentiusstr. 12
42103 Wuppertal
Musikalische Lesung mit der Autorin Laura Cwiertnia
Moderation: Ulrich Klan
Musik: Ulrich Klan (Violine, Gesang) und Thomas Lensing (Persussion)
In diesem 2022 erschienenen Bestseller – ihrem faszinierend geschriebenen literarischen Debüt – verarbeitet die in Bremen aufgewachsene Autorin Verdrängungen und Traumata ihrer Familie. Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater und ihre Großmutter kamen als „Gastarbeiter“ aus Istanbul nach Deutschland. Langsam erkennt sie – wie heute viele vermeintlich türkische Familie – dass auch ihre Vorfahren Armenier*innen waren, die den Genozid knapp überlebte. Das „alte“ Verbrechen und das Schweigen darüber wirkt in ihrem Alltag fort (Flyer).
Diese Veranstaltung findet an einem Jahrestag statt: Am 24. April 1915 begann die jungtürkische Regierung mit der sogenannten „Austreibung“ der Armenier*innen im Osmanischen Reich.
Eintritt: VVK 5,00 € / AK 8,00 €
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Social Friday: Friedensrat
Freitag, 21. April 2023, 18 Uhr
Färberei
Peter-Hansen-Platz 1
42275 Wuppertal
Informieren – Debattieren – Aufstehen
Atomkriegsgefahr stoppen! Deutschland jetzt atomwaffenfrei machen.
Keine Atombomber und -bomben in Nörvenich und Büchel!
Unter diesem Motto ruft „Lebenslaute“ auch in Wuppertal dazu auf, jetzt die Kräfte der Friedensbewegung gegen die wachsende Gefahr eines Atomkrieges zu bündeln. Das Friedensforum Wuppertal, die Internationalen Ärzt*innen gegen den Atomkrieg, das bundesweite Netzwerk „Lebenslaute“ und die internationale Armin T. Wegner Gesellschaft e. V. laden gemeinsam mit Spotlight / Färbei e. V. herzlich zum öffentlichen Friedensrat ein.
Referent: Ernst Ludwig Iskenius, Arzt, Mitglied der IPPNV (Internationale Ärzt*innen gegen den Atomkrieg), Aktivist des Musik- und Widerstandsnetzwerkes „Lebenslaute“
Musik: Ulrich Klan, Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft e. V. und Aktivist des Musik- und Widerstandsnetzwerkes „Lebenslaute“
Moderation: Tania Braecklein
Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht!
Hintergrund:
Seit Jahren lagern auf deutschem Boden Atombomben der USA. Der Fliegerhorst Büchel in der Eifel wird rechtswidrig zur sogenannten „nuklearen Teilhabe“ der Bundeswehr missbraucht. Damit bricht die Bundesregierung nicht nur geltendes Recht – sie begünstigt auch die Gefahr eines Atomkrieges in unserem Land und in Europa. Nun hat Putin soeben angekündigt, dass Russland im Sommer Atomwaffen in Belarus stationieren will, begründet durch die Atomstützpunkte der USA.
Mit vielen Mensche weltweit protestiert „Lebenslaute“ seit Jahren gegen Atomwaffen und „nukleare Teilhabe“. Schon 2013 hat die Gruppe zusammen mit der bundesweiten Kampagne „Atomwaffenfrei jetzt“ und den IPPNV das Atomwaffenlager Bücher 24 Stunden blockiert. Aktuell wird Büchel „modernisiert“ – für die US-Tarnkappen-Bomber F35 und für neue lenkbare Atomwaffen. Jeder der neuen Sprengköpfe hat die vielfache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Die aktuelle NATO-Doktrin von 2022 macht unsere „Sicherheit“ von diesen neuen Atombomben abhängig. Wegen des Umbaus in Büchel ist derzeit der Fliegerhorst Nörvenich der deutsche Standort, an denm die NATO Atomkrieg übt und für „gewinnbar“ hält.
Daher ruft „Lebenslaute“ jetzt – zusammen mit örtlichen wie internationalen Initiativen zum Widerstand in Nörvenich auf. Zum Beispiel am 6. August, dem Jahrestag von Hiroshima: An diesem Tag laden „Lebenslaute“ zum bundesweiten Aktionskonzert in Nörvenich ein.
Mehr Infos zu Lebenslaute Hier
Der Social Friday ist ein Format von Spotlight: Kulturbühne Oberbarmen, welches Raum zum Mitgestalten, Zuhören, Austauschen und Mitmachen gibt.
Jeder ist eingeladen, spannende Leute und Projekte kennenzulernen, künstlerisch zu arbeiten, Musik zu hören und zu tanzen, selbst neue Impulse zu aktuellen Themen zu geben und mitzunehmen. Ein Ort, um Gleichgesinnte zu finden, Debatten zu führen oder bei einer Teezeremonie zu entschleunigen.
Mehr Infos zur Färberei Hier
90 Jahre NS-Bücherverbrennung in Wuppertal: 1. April 1933 – 1. April 2023 – Nie vergessen!
Samstag, 1. April 2023, 12 Uhr vor dem Rathaus Barmen
Johannes Rau Platz / Ecke Werth
42275 Wuppertal
Erinnern in Tönen und Texten
mit Bernd Kuschmann und Dörte Bald (Lesung)
Ulrich Klan (Moderation, Gesang) und Robert Dißelmeyer (Klavier)
Wuppertaler Bücherverbrennungen
Schon am 1. April 1933 gab es in Wuppertal öffentliche Bücherverbrennungen: Von braunen Lehrern aufgehetzte Schüler warfen am Brausenwerth in Elberfeld und vor dem Barmer Rathaus Bücher ins Feuer. Damit nahm man hier die reichsweiten Bücherverbrennungen vorweg, die das Nazi-Regime am 10. Mai in vielen Städten organisierte. Die Werke berühmter Autor*innen standen auch an der Wupper schon auf der Vernichtungsliste: Hier wurden sie vorauseilend verbrannt!
Gegen das Verschlafen der Erinnerung in Wuppertal: Wir fordern endlich eine nachhaltige Erinnerungstafel vor dem Rathaus!
Bis heute fehlt vor dem Rathaus Wuppertal jede Erinnerung an dieses Verbrechen. Die Stadt steht in der Pflicht, hier öffentlich ein bleibendes Zeichen der Erinnerung zu setzen, wie es seit langem gefordert wird von der Armin T. Wegner-Gesellschaft, der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal und anderen. Dieses bleibende Zeichen wäre für die Stadt kostenfrei: Die bronzene Erinnerungstafel ist der Stadt als Schenkung engagierter Initiativen zugesagt. Die Tafel soll auf dem Johannes Rau Platz eingelassen werden und folgenden Text tragen:
„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“.
Heinrich Heine
„Hass schachtelt ein, wie hoch die Flamme auch mag schlagen.“
Else Lasker-Schüler
„Der Antisemitismus ist das Markenzeichen einer zurückgebliebenen Kultur.“
Friedrich Engels
Veranstalter:
Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
Else Lasker-Schüler Gesellschaft e.V.
Verein zur Erforschung der Sozialen Bewegungen in Wuppertal e.V.








